Kommentare der Bili-SchülerInnen
gezeichnet von Lena Zeeb

Bilingualer Sachfachunterricht

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  • Bilingualer Sachfachunterricht – Was ist das und weshalb?

    Das Zusammenwachsen Europas und die Globalisierung haben dazu geführt, dass die Mehrsprachigkeit unserer Kinder und Jugendlichen immer wichtiger wird. Der Bilinguale Unterricht ist in besonderer Weise dafür geeignet, unsere SchülerInnen darauf vorzubereiten, indem er ihre Kommunikationsfähigkeit, also das spontane, ungezwungene und freie Sprechen auf Englisch, verbessert.

    Durch den bilingualen Unterricht sind SchülerInnen nach der Schulzeit in der Lage, sich über Sachverhalte und Probleme der Lebens- und Berufswelt in der englischen Sprache zu verständigen. Somit können ihre Chancen, Berufe zu ergreifen, für die gute Fremdsprachenkenntnisse unabdingbar sind, steigen und auf die fremdsprachlichen Anforderungen beruflicher Gymnasien und anderer weiterführenden Schulen sind die SchülerInnen so optimal vorbereitet.

    Bilingualer Unterricht ist kein zusätzlicher Englischunterricht, sondern Sachfachunterricht in der Fremdsprache. Dies bedeutet, dass die Inhalte des Sachfaches (z.B. EWG, BK, NWA) im Vordergrund stehen. Im Gegensatz zum Englischunterricht, wo die Sprache selbst Lerngegenstand ist, wird diese im bilingualen Unterricht nicht thematisiert, sondern ganz natürlich durch ihren Gebrauch gelernt. In anderen Worten: die Fremdsprache dient als Kommunikationsmittel – wir benutzen sie, um ein Sachfachthema zu erarbeiten. Durch die hohe Fehlertoleranz ermöglicht der Bilinguale Unterricht, dass SchülerInnen ungehemmter mit der Fremdsprache umgehen und all ihr Sprachkönnen einsetzen, um Sachwissen auszudrücken. Die damit zusammenhängenden Erfolgserlebnisse führen schnell zu einem selbstbewussteren Gebrauch der Fremdsprache.

  • Welche Vorteile und Chancen bietet der bilinguale Unterricht?

    Die Vorteile und Chancen bilingualen Unterrichts sind nicht nur durch zahlreiche Studien belegt, sondern machen sich auch in unseren eigenen Bilingualen Zugklassen bemerkbar:

    • Größeres Selbstvertrauen im Umgang mit der Fremdsprache: Bili-SchülerInnen können über alltägliche Zusammenhänge flüssig und spontan sprechen.
    • Verbesserte Kommunikationsfähigkeit: Bili-SchülerInnen können sich in der englischen Fachsprache über Sachfächer austauschen.
    • Entwicklung fächerübergreifender Methodenkompetenz: neben fachspezifischen Methoden eignen sich Bili-SchülerInnen beispielsweise auch Strategien zur Texterschließung an.
    • Zuwachs an interkultureller Kompetenz: Bili-SchülerInnen sind zum Perspektivwechsel fähig und können Menschen anderer Kulturen angemessen begegnen.
    • Erweiterte Sachfachkompetenz, da Fachbegriffe und fachspezifische Phänomene in beiden Sprachen vermittelt werden.
    • Neuer motivierender Zugang zur Fremdsprache und zum Sachfach durch abwechslungsreiche Methoden und den sachorientierten Gebrauch der Fremdsprache.
    • Verstärkter „Behaltenseffekt“: der Gebrauch der Fremdsprache führt zu einer erhöhten Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit.
  • Organisation und Durchführung an der Carl-Netter Realschule

    Die Carl-Netter-Realschule Bühl hat im Rahmen der Ausschreibung des Kultusministeriums eine Genehmigung für bilingualen Unterricht erhalten und trägt somit seit dem Schuljahr 2012/13 die Bezeichnung „Realschule mit bilingualem Zug“.

    • In jeder Klassenstufe wird in einer bilingualen Klasse durchgängig bilingual unterrichtet.
    • In mindestens zwei Sachfächern pro Klassenstufe werden insgesamt 2 Stunden pro Woche bilingual unterrichtet (pro Schuljahr min. 80 Wochenstunden).
    • Leitfächer in den Klassenstufen 5-7 sind EWG und BK
    • Zusätzliche Unterrichtsstunden in diesen Sachfächern ermöglichen uns, ganze Unterrichtseinheiten in der Fremdsprache Englisch anzubieten, ohne dass dabei wichtige Sachfachinhalte zu kurz kommen.
    • kürzere bilinguale Module in den Fächern NWA, Musik, Geschichte, Mathe und Sport (je nach Fachlehrer)
    • In Klasse 5 beginnen wir mit dem bilingualen Unterricht erst im November, da die SchülerInnen in der Regel ohne „Grundschulenglisch“ bei uns anfangen. So können sie sich zunächst an die neue Schule und die neue Fremdsprache gewöhnen.
    • Dann: enge Kooperation & Absprachen zwischen den Fachlehrern, damit nicht in mehreren Fächern parallel bilingual unterrichtet wird.
    • Die Lehrkräfte verfügen über Qualifikationen im bilingualen Lehren und Lernen und sind hochmotiviert bei der Sache.
    • Die SchülerInnen erhalten am Ende des 6., 8. und 10. Schuljahres jeweils ein Zertifikat, das dem Zeugnis bei Bewerbungen beigelegt werden kann.
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