22
JUL
2019

„Aktionswoche Geodäsie“ an der Carl-Netter-Realschule Bühl Wie hoch ist die Stele?

Wie hoch ist die Stele?

Google-Map, Geocoaching mit GPS, Navi und Routenplaner – ganz selbstverständlich nutzen wir „Geodaten“, ohne groß darüber nachzudenken, woher die nötigen Messdaten stammen. Die „Aktionswoche Geodäsie“ will in der Öffentlichkeit und vor allem bei Jugendlichen unter dem Motto „Faszination Erde – Deine Zukunft“ Neugierde wecken, was die „Wissenschaft von der Vermessung“ alles leistet.

Im Landkreis Rastatt sind es die Geodäten vom Amt für Vermessung und Flurneuordnung, die Schülern an Realschulen und Gymnasien praxisnah erleben lassen, wie vielseitig ihr Beruf ist.

„Wie hoch ist die Menschenturm-Stele in eurem Schulhof?“, fragt Vermessungstechniker Rolf Krämer. „10 Meter 80“, „11,5 Meter“, schätzen einige Schüler der Klasse 9b , die an diesem Mittwochmorgen erleben, wie der Satz des Pythagoras und trigonometrische Funktionen zu einer genauen Höhenberechnung führen. Dazu hantieren die „Landvermesser“ heute nicht mehr mit Messlatten und Messband, sondern nutzen die Lasermessdaten eines Tachymeters. Auch Drohnen sind schon im Einsatz, aber (noch) nicht im Landkreis Rastatt.

Zum zweiten Mal findet die „Aktionswoche Geodäsie“ an der Carl-Netter-Realschule in Bühl statt. Diese Mal erklären die Vermessungsingenieurin Selina Schöfffer, die Vermessungstechniker Manfred Laubel und Rolf Krämer sowie zwei Auszubildende anschaulich über das Berufsbild des Vermessungstechnikers auf. Manfred Laubel findet sowohl die Tätigkeiten als auch den Wechsel von Innen- und Außendienst sehr abwechslungsreich. Technisches, „geometrisches“ Verständnis ist Voraussetzung für den Ausbildungsberuf des Vermessungstechnikers und die Ingenieursstudiengänge an den Hochschulen bzw. Universitäten in Karlsruhe und Stuttgart.

Rektor Steffen Faller findet es sehr gut, dass Schüler erleben, wie das Fach Mathematik im Vermessungswesen praktisch angewendet wird.

„Die Stele ist 11,64 Meter hoch“, hat eine Schülergruppe herausgefunden. Irgendwie scheint Frau Schöffer, die Vermessungsingenieurin, nicht ganz einverstanden zu sein und verlangt ein „Nachmessen“…

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