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DEZ
2017

Drucken statt Fräsen?

 Drucken statt Fräsen?

3D-Drucker hält Einzug in den Technikunterricht der CNR Bühl

In der Medizin- und Automobilbranche, in Luft- und Raumfahrttechnik, in 80 % der amerikanischen, aber nur an wenigen Schulen in Deutschland gibt es sie: die additive Fertigungstechnologie, besser bekannt als die 3D-Drucktechnik.

Die Carl-Netter-Realschule Bühl ist seit Montag eine der Schulen, die mit einem modernen 3D-Drucker ausgestattet ist. Rektor Steffen Faller und Techniklehrer Stefan Baumgratz durften von Dominik Müller von der Firma Stratasys GmbH Rheinmünster einen „MakerBot Replikator“ entgegennehmen. Stratasys ist in Sachen 3D-Druck Weltmarktführer.

Neben dem fräsenden Herstellungsverfahren ist es für die Technik-Schüler der CNR nun möglich, auch das zukunftsweisende 3D-Druckverfahren kennenzulernen. Statt das Material durch Bohren, Drehen und Fräsen zu formen, wird es beim 3D-Druck nach und nach, Schicht für Schicht, ergänzt.

Schüler sollen auf die schnellen Veränderungen im Bereich der industriellen Produktion vorbereitet werden (Stichwort Industrie 4.0) – für sie gibt es u.a. den neuen Ausbildungsberuf bzw. Studiengang „Anwendungstechniker für Additive Verfahren / Rapid Technologien“.

Um Schüler und Lehrer an diese neue Verfahren heranzuführen, hat Dominik Müller von Stratasys in Kooperation mit der MedienLB (Medien Lehrpläne und Bildungsstandards) einen „3D-Drucker Koffer“ (mit Drucker, Software und Unterrichtsmaterialien) entwickelt, den die Schulen in Zukunft von den Medienzentren ausleihen können. Auf der „Learntec“ 2018 in Karlsruhe wird er die 3D-Drucktechnik umfassend präsentieren.

Text: Petra Santl (Presse-CNR)

Stratasys